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Vanadylsulfat, Vitamin A, Vitamin B1, Vitamin B2, Vitamin B6, Vitamin B12, Vitamin B15, Vitamin C, Vitamin D, Vitamin E, Vitamin F, Vitamin K

Vanadyl Sulfate

Vanadyl Sulfat ist ein Abkömmling von Vanadyl, einem essentiellen Spurenelement. Vanadyl Sulfat aktiviert die Insulin-Rezeptoren der Muskelzellen und bewirkt dadurch, dass das körpereigene Insulin vermehrt Glykogen in die Muskelzellen transportieren kann und verhindert daher, dass dieses als Triglycerid in den Fettzellen gespeichert wird. Folglich wirkt Vanadyl Sulfat indirekt über das Insulin sowohl anti-katabol, da die Muskelzelle kein Muskeleiweiß abbauen muss, um Energie zu gewinnen, sondern vermehrt Glykogen zur Verfügung hat, als auch anabol, da Insulin auch verstärkt Aminosäuren in die Muskelzellen transportieren kann und somit die Proteinsynthese verbessert. Nach kohlenhydratreichen Mahlzeiten findet durch die gesteigerte Effizien des Insulin auch keine übermäßige Ausschüttung mehr statt, was den Blutzuckerspiegel nicht nach kurzer Zeit unter sein Anfangslevel sinken lässt.

Vanadyl Sulfat sollte mit einer Dosierung von 40-50 mg pro Tag über einen Zeitraum von 10-12 Wochen eingenommen werden. Die Einnahme erfolgt über den Tag verteilt zu den Mahlzeiten. Eine Einnahme zu kohlenhydratarmen Mahlzeiten oder auf nüchternen Magen ist zu vermeiden, da es dann zu einer Unterzuckerung kommen kann. Die Nebenwirkungen sind individuell verschieden und selten, meistens aber Magen-Darm-Beschwerden. Treten diese auf, sollte man die Dosierung verringern. Wer nach einer Woche nicht über eine prallere Muskulatur (durch die wasserbindende Eigenschaft von Glykogen) verfügt und einen Kraftanstieg verzeichnet (durch die Wirkung des Glykogen auf die ATP-Energiegewinnung), kann die Einnahme getrost abbrechen. In diesem Fall waren die Insulinrezeptoren der Muskelzellen bereits effizient genug. Einen Versuch ist es aber in jedem Fall wert.

 

Vitamin A

Chemische Kurzbezeichnung: Retinol, Beta-Carotin (Provitamin)

Gängigste Handelsformen: Vitamin A-Acetat, Vitamin-A-Palminat, Beta-Carotin, ß-Apo-Carotinal, ß-Carotinsäureester

Hauptfunktion: antioxidatische Wirkung, Sehvermögen, Schutz und Regeneration der Haut und Schleimhäute

Beeinflussende Stoffe: Einige Antazida (magensäurebildende Mittel) vermindern die Resorption von Vitamin A. Paraffin (z. B. in Abführmitteln) bindet fettlösliche Vitamine und verhindert so ihre Verwertung. Vorsicht bei Kortison-Präperaten, einigen Antibiotika und blutfettsenkenden Mitteln.

Vorkommen:
Die Vitaminmengen sind mg-Äquivalente, da die Wirkung des Vitamin A nicht mengenmäßig zu vereinen ist.
Beispiel: Die Wirkung von Retinol ist sechsmal höher als die des Beta-Carotin

Lebensmittel Vitamin A   Lebensmittel Vitamin A
120 g Schweineleber 4,68 mg   200 g Möhren 2,20 mg
200 g Grünkohl 1,67 mg   200 g Fenchel 1,57 mg
200 g Aprikosen 0,6 mg   200 g Tomaten 0,27 mg
70 g Camembert (45% i. Tr.) 0,25 mg   70 g Emmentaler 0,24 mg
300 g Vollkornbrot 0,25 mg   20 g Butter 0,13 mg

Haltbarkeit in Lebensmitteln: Längeres Kochen, Sauerstoff und Licht mindern die Menge enthaltenen Vitamin A`s um ca 1/3. Carotine in grünen Lebensmitteln (z. B. Spinat) oxidieren besonders leicht.

Mangelerscheinungen: Lichtscheuheit, Mangel an Tränenflüssigkeit, verschlechterte Dunkeladaption bis hin zur Nachtblindheit, Bindehauterkrankung, Einschränkung des Hörempfindens, Innenohrschäden, Gleichgewichtsstörungen

Überdosierungserscheinungen: Bei Mengen über 3g: Übelkeit und Kopfschmerzen, Haarausfall, , Milz- und Lümpfdrüsenschwellungen, Veränderungen an Leber und Skelett, kann bis zum Tode führen. Beta-Carotin ist dahingegen ungiftig.

Bedarf eines Erwachsenen nach DEG: Männer 1,0 mg / Frauen 0,8 mg
Bedarf eines Sportlers nach Dr. Colgan: 1,8 - 2,4 mg

Bemerkenswertes:

bulletImmer kühl, licht- und luftdicht lagern!
bulletAm besten mit etwas Fett einnehmen - verbessert die Resorption!

 

Vitamin B1

Chemische Kurzbezeichnung: Thiamin, Aneurin

Gängigste Handelsformen: Thiamin-Chlorid-HCl, Thiamin-Hydrochlorid, Thiamin-Mononitrat, Thiamin-Diphosphat

Hauptfunktion: Kohlenhydratstoffwechsel, Nervenimpulsübertragung, Enzymbestandteil, Stärkung von Herz-, Darm- und Skelettmuskulatur

Beeinflussende Stoffe: Analgetika (Schmerzmittel) und Antazida hemmen die Resorption. Diuretika (harntreibende Mittel) fördern die Ausscheidung von B1.

Vorkommen:

Lebensmittel Vitamin B1   Lebensmittel Vitamin B1
20 g Bierhefe 2,4 mg   120 g mageres Schweinefleisch 1,8 mg
80 g getrocknete Sojabohnen 0,79 mg   300 g Vollkornbrot 0,75 mg
80 g getrocknete Erbsen 0,61 mg   20 g Weizenkeime 0,4 mg
120 g Schweineleber 0,37 mg   80 g getrocknete Linsen 0,34 mg
80 g Naturreis 0,33 mg   250 g Kartoffeln 0,5 mg

Haltbarkeit in Lebensmitteln: Sauerstoff, Hitze und Licht mindern die Menge enthaltenen Vitamin B`s.

Mangelerscheinungen: Reizbarkeit, Konzentrations- und Gedächtnisschwäche, Appetit- und Schlaflosigkeit, Verdauungsstörungen, bis hin zu Herzrhytmusstörungen, Nervenentzündungen, Muskelschmerzen und Rückgang der Skelettmuskulatur

Überdosierungserscheinungen: Bei Injektion von 100 mg: Kopfschmerzen, Schwäche, Zittern, Nervosität, Herzklopfen, bis hin zu Herzrhythmusstörungen und Krämpfen

Bedarf eines Erwachsenen nach DEG: Männer 1,3 - 1,6 mg / Frauen 1,1 - 1,3 mg
Bedarf eines Sportlers nach Dr. Colgan: 10 - 15 mg

Bemerkenswertes:

bulletNahrungsmittel nur mit wenig Wasser und geschlossenem Deckel kochen. So gehen nur zwischen 20 und 40 Prozent verloren.
bulletVorkommen hauptsächlich in den Schalen des Korns und der Hülsenfrüchte, daher Vollkorn und ungeschälte Hülsenfrüchte bevorzugen

 

Vitamin B2

Chemische Kurzbezeichnung: Riboflavin

Gängigste Handelsformen: Riboflavin, Riboflavinphosphat-Natrium

Hauptfunktion: Eiweißstoffwechsel, energieliefernde Zellatmung, Enzymbestandteil, Heilungsprozesse der Haut, Aufbau von Hämoglobin

Beeinflussende Stoffe: Atropin steigert die Resorption, Diuretika steigern die Ausscheidung. Trizyklische Anti-Depressiva, sowie orale Kontrazeptiva beeinflussen gleichfalls sie B2-Versorgung.

Vorkommen:

Lebensmittel Vitamin B2   Lebensmittel Vitamin B2
120 g Schweineleber 3,8 mg   20 g Bierhefe 0,75 mg
150 g Seelachs 0,53 mg   200 g Grünkohl 0,5 mg
200 g Spinat 0,46 mg   300 g Vollkornbrot 0,45 mg
250 ml Milch (3,5%) 0,45 mg   150 g Magerquark 0,45 mg
70 g Camembert (45% i. Tr.) 0,42 mg   120 g mageres Kalbfleisch 0,32 mg

Haltbarkeit in Lebensmitteln: Sauerstoff, Hitze und Licht mindern die Menge enthaltenen Vitamin B`s.

Mangelerscheinungen: Müdigkeit und Unlust, gereizte oder entzündete Schleimhäute, Hautempfindlichkeiten, Nervenstörungen

Überdosierungserscheinungen: Mega-Dosierungen: möglicherweise Juckreiz auf der Haut

Bedarf eines Erwachsenen nach DEG: Männer 1,7 - 1,8 mg / Frauen 1,5 - 1,7 mg
Bedarf eines Sportlers nach Dr. Colgan: 10 - 20 mg

Bemerkenswertes:

bulletNahrungsmittel nur mit wenig Wasser und geschlossenem Deckel kochen. So gehen nur zwischen 20 und 50 Prozent verloren.
bulletKühl, trocken, aber vor allem lichtgeschützt lagern

 

Vitamin B6

Chemische Kurzbezeichnung: Pyridoxin

Gängigste Handelsformen: Pyridoxin-Hydrochlorid, Pyridoxal-5-Phosphat

Hauptfunktion: Antioxidative Eigenschaft, Beteiligung am Aminosäurenstoffwechsel und an der Proteinsynthese, Zellwachstum, Steuerung der Zellspezialisierung, Einfluss auf das Nervensystem (Bildung von Dopamin)

Beeinflussende Stoffe: Tuberkulosechemotherapeutika sind Vitamin B6-Räuber. Wirkungshemmend wirken Penicillin, orale Kontrazeptiva, hohe Östrogendosen, einige Anti-Depressiva, Zytostatika (Anti-Krebs-Mittel) und bestimmte blutdrucksenkende Mittel.

Vorkommen:

Lebensmittel Vitamin E   Lebensmittel Vitamin E
300 g Vollkornbrot 1,17 mg   120 g Kalbsleber 1,08 mg
80 g getrocknete Sojabohnen 0,95 mg   150 g Makrele 0,95 mg
20 g Bierhefe 0.88 mg   150 g Hering 0,68 mg
20 g Weizenkeime 0,66 mg   120 g mageres Schweinefleisch 0,6 mg
200 g Schnittbohnen 0,56 mg   200 g Paprika 0,56 mg

Haltbarkeit in Lebensmitteln: Sauerstoff, Hitze und Licht mindern die Menge enthaltenen Vitamin B`s.

Mangelerscheinungen: Appetitlosigkeit, Darmbeschwerden, Müdigkeit, Niedergeschlagenheit, bis hin zu Muskelatropie, Leberstörungen, Wachstumsprobleme, Störung des Nervensystems

Überdosierungserscheinungen: Nervenschäden, Koordinationsstörungen

Bedarf eines Erwachsenen nach DEG: Männer 1,8 - 2,1 mg / Frauen 1,6 - 1,8 mg
Bedarf eines Sportlers nach Dr. Colgan: 10 - 50 mg

Bemerkenswertes:

bulletNahrungsmittel nur mit wenig Wasser und geschlossenem Deckel kochen. So gehen nur zwischen 20 und 40 Prozent verloren.
bulletVorkommen hauptsächlich in den Schalen des Korns und der Hülsenfrüchte, daher Vollkorn und ungeschälte Hülsenfrüchte bevorzugen
bulletKeine Milchprodukte aus durchsichtigen Glasflaschen kaufen. Bis zu 50% B6 können zerstört sein!

 

Vitamin B12

Chemische Kurzbezeichnung: Cobalamin

Gängigste Handelsformen: Cyanocobalamin, Hydroxi-Cobalamin

Hauptfunktion: Bildung von Hämoglobin, Proteinsythese, Erhaltung des Nervengewebes, Beteiligung an der Zellteilung

Beeinflussende Stoffe: Verminderung der Bioverfügbarkeit durch Antidiabetika, Cimetidin (magensäurehemmendes Mittel), orale Kontrazeptiva, Cholestyramin, Antirheumatika und Neomycin. Negative Auswirkungen haben auch einige Mittel gegen epileptische Krämpfe.

Vorkommen:

Lebensmittel Vitamin E   Lebensmittel Vitamin E
120 g Schweineleber 47 mcg   120 g Kalbsniere 30 mcg
150 g Makrele 14 mcg   150 g Hering 13 mcg
120 g mageres Schweinefleisch 6 mcg   150 g Rotbarsch/Seelachs 5,7 mcg
120 g mageres Kalbsfleisch 2,4 mcg   70 g Camembert (45% i. Tr.) 2 mcg
70 g Emmentaler 1,5 mcg   150 g Magerquark 1,3 mcg

Haltbarkeit in Lebensmitteln: Sauerstoff, Hitze und Licht mindern die Menge enthaltenen Vitamin B`s. Robustester Vertreter der B-Vitamine.

Mangelerscheinungen: Blässe, weiße Lippen, gelbe Schleimhäute, Zungenbrennen, Magen-Darm-Beschwerden, Zungenbrennen, Gliederkribbeln, Gedächtnisschwäche, Depressionen, bis hin zu Degenerationen bestimmter Leitungsbahnen des Rückenmarkes, Blutarmut, kann tödlich enden

Überdosierungserscheinungen: Allergien, Akne

Bedarf eines Erwachsenen nach DEG: Männer 3 mcg / Frauen 3 mcg
Bedarf eines Sportlers nach Dr. Colgan: 6 - 8 mg

Bemerkenswertes:

bulletNahrungsmittel nur mit wenig Wasser und geschlossenem Deckel kochen. So gehen nur 12 Prozent verloren.
bulletAchtung Veganer: B12 ist das sog. "Fleisch-Vitamin". Bedarf kann aber durch alle mit Mikroorganismen vergorene Lebensmittel (z. B. Sauerkraut und Kefir) gedeckt werden.
bulletAnwendung im Sport: Vitamin B12-Injektionen zur Leistungssteigerung, orale Einnahme als Dibencozide

 

Vitamin B15

Chemische Kurzbezeichnung: Pangamsäure

Gängigste Handelsformen: Diisopropylamindichloracetat, Pangamsäure, Pangamat

Hauptfunktion: Hinauszögerung der Milchsäureproduktion, Erhöhung der Sauerstoffaufnahme in den Zellen

Beeinflussende Stoffe: nicht bekannt

Vorkommen: nicht bekannt

Haltbarkeit in Lebensmitteln: nicht bekannt

Mangelerscheinungen: nicht bekannt

Überdosierungserscheinungen: nicht bekannt

Bedarf eines Erwachsenen nach DEG: Männer k. A. / Frauen k. A.
Bedarf eines Sportlers nach Dr. Colgan: k. A.

Bemerkenswertes:

bulletWar Geheimtipp unter den Athleten des damaligen Ostblockes ... jedenfalls bis man seine mutagene Eigenschaften entdeckte.
bulletKrebserregend! Von einer Supplementierung ist dringend abzuraten!

 

Vitamin C

Chemische Kurzbezeichnung: Ascorbinsäure

Gängigste Handelsformen: Ascorbinsäure, Natrium-, Calcium-Ascorbat

Hauptfunktion: antioxidatische Wirkung, Infektabwehr, Kollagenbildung, Cortisonbildung, Stärkung von Knochen, Zähnen und Kapillarwänden, Schutzvitamin für viele biologische Wirkstoffe, Steigerung der Funktion der weißen Blutkörperchen, Mitwirkung an der Bildung vieler Abwehrstoffe, Elastizität der Haut, Förderung der Eisenaufnahme, positiver Einfluss auf Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin

Beeinflussende Stoffe: Acetylsalicylsäure beschleunigt die Ausscheidung von Vitamin C. Wechselwirkungen mit oraler Kontrazeptiva, Glukokortikoiden (Entzündungshemmern) und Appetitzüglern. Kortisonpräparaten hemmen die Vitamin C-Aufnahme. Antibiotika und Barbiturate stören den Vitamin C-Stoffwechsel.

Vorkommen:

Lebensmittel Vitamin C   Lebensmittel Vitamin C
200 g schwarze Johannisbeeren 378 mg   200 g Paprikaschote 280 mg
200 g Broccoli 220 mg   200 g Kiwi 200 mg
200 g Rosenkohl 174 mg   200 g Grünkohl 150 mg
200 g Erdbeeren 124 mg   200 g Orangen 100 mg
200 g Grapefruit 82 mg   250 g Kartoffeln 55 mg

Haltbarkeit in Lebensmitteln: Verlust bei Hitze, Licht, Sauerstoff, Feuchtigkeit und langer Lagerung. Sehr empfindlich!

Mangelerscheinungen: hohe Anfälligkeit für Infektionen, Appetitlosigkeit, Ermüdbarkeit, schlechte Wundheilung, Rheuma, Resorptionsbeeinträchtigung der Vitamine A, B2, B12 und Folsäure, bis hin zum klassischen Fall von Skorbut (führt nach vier bis fünf Monaten zum Tode)

Überdosierungserscheinungen: Bei Mengen ab 5000 mg: Übelkeit und Durchfall, je nach Veranlagung besteht die Gefahr von Nieren- und Gallensteinen

Bedarf eines Erwachsenen nach DEG: Männer 75 mg / Frauen 75 mg
Bedarf eines Sportlers nach Dr. Colgan: 2000 - 12000 mg

Bemerkenswertes:

bulletNahrungsmittel nur mit wenig Wasser und geschlossenem Deckel kochen. So gehen nur 40 Prozent verloren.
bulletKartoffeln mit Schale zu kochen, dämmt Verluste ein!
bulletEinnahme nach harten Trainingseinheiten zur Verbesserung der Regeneration und Eindämmung der Cortisolwirkung, Vitamin C stört möglicherweise dieses katabole Hormon in seiner Wirkung

 

Vitamin D

Chemische Kurzbezeichnung: Cholecalciferol

Gängigste Handelsformen: Vitamin D3, Vitamin D2

Hauptfunktion: Verbesserung der Aufnahme von Calcium und Phosphor, Stärkung von Knochen und Zähnen, Energiestoffwechsel in der Muskelzelle (Einbau von Phosphat)

Beeinflussende Stoffe: Paraffin (z. B. in Abführmitteln) bindet fettlösliche Vitamine und verhindert so ihre Verwertung. Blutfettsenkende Mittel, Magensäure bildende Mittel, Cholestyramin und Glukokortikoide (Entzündungshemmer) hemmen die Umsetzung des Vitamins im Körper. Krampflösende Mittel und Antiepileptika beeinflussen ebenfalls die Wirkung von Vitamin D.

Vorkommen:
Vitamin D ist das einzige Vitamin, dass der Körper unter UV-Bestrahlung selbst synthetisieren kann.

Lebensmittel Vitamin D   Lebensmittel Vitamin D
15 g Lebertran 45 mcg   200 g Lachsfilet 34 mcg
80 g Matjesfilet 25 mcg   200 g Rotbarschfilet 5 mcg
70 g Seezungenfilet 3 mcg   60 g Vollei 1,5 mcg
15 g Margarine 0,4 mcg   30 g Gouda 0,38 mcg
250 ml Milch (3,5 %) 0,15 mcg   1 EL Butter 15 mcg

Haltbarkeit in Lebensmitteln: Sauerstoff und Licht mindern die Menge enthaltenen Vitamin D`s. Hitzebeständig bis ca. 180° Celsius. Hohe Lagerbeständigkeit.

Mangelerscheinungen: Muskelschwäche, Krämpfe, Infektionsanfälligkeit, Klassisch: Osteoporose, Rachitis

Überdosierungserscheinungen: Bei Mengen über 500 mcg: Erbrechen, Durchfall, Kopf- und Gelenkschmerzen, Nervosität, Schlaflosigkeit, Koordinationsstörungen, hoher Durst, krankhaft vermehrte Harnbildung, Kalkablagerungen in den Organen, im Extremfall tödlich
Eine Überdosierung durch Sonnenbaden ist nicht möglich.

Bedarf eines Erwachsenen nach DEG: Männer 5 mcg / Frauen 5 mcg
Bedarf eines Sportlers nach Dr. Colgan: 8 - 15 mcg

Bemerkenswertes:

bulletAm besten mit etwas Fett einnehmen - verbessert die Resorption.

 

Vitamin E

Chemische Kurzbezeichnung: Tocopherol

Gängigste Handelsformen: d- und dl-Alpha-Tocopherol, -acetat

Hauptfunktion: antioxidative Eigenschaften (Schutz der Zellmembrane vor aggressiven freien Radikalen), Stärkung des Immunsystems, Senkung des Blutcholesterin, Zellatmung, Förderung der Durchblutung, Kapillarisierung

Beeinflussende Stoffe: Paraffin (z. B. in Abführmitteln) bindet fettlösliche Vitamine und verhindert so ihre Verwertung. Blutfettsenkende Mittel, orale Kontrazeptiva ("Pille") und das Antibiotikum Neomycin verschlechtern die Aufnahme des Vitamins im Körper.

Vorkommen:

Lebensmittel Vitamin E   Lebensmittel Vitamin E
15 g Weizenkeimöl 22 mg   200 g Schwarzwurzeln 10 mg
250 g Grünkohl 9 mg   300 g Avocado 9 mg
150 g Fenchel 9 mg   200 g Paprikaschoten 6,2 mg
10 g Mandeln 3,8 mg   10 g Sonnenblumenkerne 2,2 mg
1 Vollei 0,8 mg   1 EL Butter 0,3 mg

Haltbarkeit in Lebensmitteln: Sauerstoff, Hitze und Licht mindern die Menge enthaltenen Vitamin E`s, dies allerdings in vergleichsweise geringen Mengen.

Mangelerscheinungen: Verkürzte Lebensdauer der roten Blutkörperchen, bei extremen Mangel Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit

Überdosierungserscheinungen: Sehstörungen, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Muskelschwäche, Übelkeit und Darmstörungen

Bedarf eines Erwachsenen nach DEG: Männer 12 mg / Frauen 12 mg
Bedarf eines Sportlers nach Dr. Colgan: 400 - 600 mg

Bemerkenswertes:

bulletAm besten mit etwas Fett einnehmen - verbessert die Resorption!
bulletNicht in Verbindung mit blutgerinnungshemmenden Präparaten einnehmem. Synergie!
bulletEin Schluck Weizenkeimöl vor dem Training bringt deutlich mehr Pump in der Muskulatur

 

Vitamin F

Chemische Kurzbezeichnung: nicht bekannt

Gängigste Handelsformen: Linolensäure, Linolsäure (pflanzliche Fette, ungesättigte Fettsäuren)

Hauptfunktion: Bildung der Prostaglanide, Bestandteil der Phospholipide, wirkt gegen Arterienverkalkung, Wundheilung

Beeinflussende Stoffe: nicht bekannt

Vorkommen:

Lebensmittel Vitamin F
20 g Lecithingranulat 10 g

Haltbarkeit in Lebensmitteln: nicht bekannt

Mangelerscheinungen: nicht bekannt

Überdosierungserscheinungen: nicht bekannt

Bedarf eines Erwachsenen nach DEG: Männer 7 g / Frauen 7 g
Bedarf eines Sportlers nach Dr. Colgan: keine Angabe

 

Vitamin K

Chemische Kurzbezeichnung: Phyllochinon (Vitamin K1), Phytomenadion (Vitamin K1), Menachinon (Vitamin K2), Menadion (Vitamin K3), Menadiol (Vitamin K4)

Gängigste Handelsformen: Vitamin K1, Menadion, Menadiolester

Im folgenden gehen wir auf die Funktionen von Vitamin K1 und K2 ein. Vitamin K1 kommt hauptsächlich in Pflanzen vor, während Vitamin K2 mit Hilfe der Darmbakterien im Darm synthetisiert wird. Die restlichen K-Vitamine sind rein synthetisch und kommen in der Natur nicht vor.

Hauptfunktion: Blutgerinnungsregulator, Bildung von Prothrombin, Regulierung der Mineralstoffeinbindung in die Knochen

Beeinflussende Stoffe: Paraffin (z. B. in Abführmitteln) und lipidsenkende Pharmaka stören die Resorption. Breitband-Antibiotika und Bakterien hemmende Mittel stören und verändern die Darmbakterien und verhindern so die Synthese des Vitamin K2. Antirheumatika und Antikonvulsiva können in Wechselwirkung treten.

Vorkommen:

Lebensmittel Vitamin K1   Lebensmittel Vitamin K1
200 g Rosenkohl 1,14 mg   200 g Kohlrabi 1 mg
200 g Blumenkohl 0,6 mg   120 g Hühnerbrust 0,36 mg
300 g Vollkornbrot 37 mcg   80 g Naturreis 32 mcg
120 g Rindfleisch 24 mcg   125 g Champignons 19 mcg
30 g Müsli 15 mcg   30 g Haferflocken 15 mcg

Haltbarkeit in Lebensmitteln: Licht mindert die Menge enthaltenen Vitamin K`s. Nicht beim Garen übertreiben, ansonsten relativ robustes Vitamin.

Mangelerscheinungen: Verschlechterte Blutgerinnung. Äußert sich in vermehrt auftretenden "blauen Flecken".

Überdosierungserscheinungen: Übelkeit, allergische Hautreaktionen

Bedarf eines Erwachsenen nach DEG: Männer 70 - 80 mcg / Frauen 60 - 65 mcg
Bedarf eines Sportlers nach Dr. Colgan: 80 - 100 mcg

Bemerkenswertes:

bulletNicht in Verbindung mit blutgerinnungshemmenden Präparaten einnehmem. Vitamin K wirkt entgegen.
bulletVitamin K3-K7 sind  im Gegensatz zu Vitamin K1 teils toxisch
bulletWeitere Infos unter http://www.vitamin-k1.de